Beschbarmak – das kasachische Nationalgericht

Wer das Glück haben sollte, eines Tages in Kasachstan zu einer Familie eingeladen zu werden, dem wird mit Sicherheit Beschbarmak serviert werden. Wir waren in 2 Tagen bei 3 verschiedenen Teilen der  einer normalen kasachischen Familie zu Gast und haben 3 Mal in 2 Tagen Beschbarmak gegessen. 

Übersetzt heißt das Gericht 5 Finger, einfach weil es mit 5 Fingern gegessen wird. Das Gericht wird in der Mitte des Tisches platziert und alle greifen zu. Da es sehr heiß ist, habe ich es eher mit 10 Fingern gegessen. Es ist sehr lecker und wenn man eine Beschbarmak-Tour hinter sich hat, kann man getrost eine Woche auf Nahrung verzichten. Denn die kasachische Gastfreundschaft gebietet es, viel zu essen. Und hier das Rezept:

Zutaten für 4 Personen:

  1. 1 Kg. Fleisch: Rind oder Hammel (in Kasachstan nimmt man auch Pferd)
  2. 1 Lorbeerblatt
  3. 300 gr. Mehl
  4. 1-2 Eier
  5. 100 ml Wasser
  6. 1-2 Zwiebeln

Zubreitung des Fleisch

  1. Das Fleisch in einen Kochtopf zum Kochen bringen und dann bei schwacher Hitze 2 Stunden köcheln lassen. Salz, Pfeffer und Lorbeer hinzugeben.
  2. Nach dem Garen das Fleisch in Stücke schneiden

Zubereitung der Nudeln:

  1. Mehl, Wasser und das Ei mit einer Prise Salz einer Schüssel zu einem glatten Teil kneten, danach ca. 40 Minuten ruhen lassen
  2. Teig auf einer mit Mehl bestreuten Platte dünn ausrollen, dann in kleine Streifen schneiden, ca 6 x 6 cm
  3. Fleischbrühe abschöpfen und einem Topf abfüllen und die Streifen garen

In Kasachstan wird alles auf einem großen Teller angerichtet. Zuerst die Nudeln auf einer Platte anrichten, darüber das Fleisch verteilen und mit Zwiebeln garnieren. Die Zwiebel wird entweder mitgekocht oder gebraten darüber gegeben. Damit man nicht verdurstet, gibt es dazu Brühe zum Trinken, welche aus der Fleischbrühe und dem Nudelwasser besteht.

Es ist nicht das, wonach es aussieht

Kazy, eine traditionelle Wurst, die aus dem Zwischenrippenfleisch gemacht wird und als Delikatesse beim Beschbarmak gilt! Den Zettel mit dem Rezept für die Zubereitung habe ich versehentlich gegessen.

Das Gericht ist an sich nicht sehr kompliziert, aber es dauert seine Zeit. In Kasachstan wird es nur bei speziellen Anlässen zubereitet und ist das Beste, was einem Gast geboten werden kann. Sollte man also Gast sein, rate ich ausdrücklich solange zu essen, bis sich der Magen deutlich sichtbar für alle nach außen schiebt. Das ist für die kasachischen Gastgeber das Zeichen, dass der Gast nur noch einen Nachschlag vertragen kann. 

Bei unseren Besuch haben wir nur ca. 40 Onkel, Tanten, Cousins und Cousinen meiner Frau kennengelernt. Also konnten wir nur den engsten Teil der Familie kennen lernen. Deswegen freuen uns auf noch mehr Beschbarmak in der Zukunft.

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